Wärmepumpe und Photovoltaik: Was realistisch ist
Eine Wärmepumpe ist einer der größten Stromverbraucher im Haus. Mit einer Photovoltaik-Anlage können Sie einen Teil davon selbst erzeugen. Wie groß dieser Teil ist, hängt stark von Gebäude, Jahreszeit und Anlagenauslegung ab.
Warum passt das zusammen?
1. Mehr Eigenverbrauch: Die Wärmepumpe kann PV-Überschuss nutzen, der sonst ins Netz ginge
2. Heizen mit Sonnenstrom: Vor allem Warmwasser im Sommer und Heizung in der Übergangszeit
3. Speicherwirkung: Warmwasserspeicher und Gebäudemasse können tagsüber Wärme aufnehmen
4. Weniger Netzstrom: Ein Teil des Heizstroms kommt vom eigenen Dach – im Winter aber nur ein kleiner
Wie viel Solarstrom nutzt die Wärmepumpe?
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz fasst eine Studie der HTW Berlin zu Einfamilienhäusern mit PV-Anlage und Wärmepumpe so zusammen:
| Ausstattung | Anteil des Strombedarfs (Haushalt + Heizung) aus eigener PV |
| --- | --- |
| Ohne Batteriespeicher | ca. 20–33 % |
| Mit „smarten“ Betriebsstrategien | ca. 30–41 % |
| 10-kWp-Anlage mit 6-kWh-Speicher | ca. 40–66 % |
Der obere Wert gilt jeweils für einen sehr gut gedämmten Neubau, der untere für ein modernisiertes Bestandsgebäude. Der Grund für die Grenzen: Die Wärmepumpe braucht am meisten Strom in den Wintermonaten, wenn die PV-Anlage am wenigsten erzeugt. Laut Verbraucherzentrale muss in den Wintermonaten fast der gesamte Heizstrom aus dem Netz bezogen werden. Vollständig autark wird ein Haushalt mit Wärmepumpe und PV daher nicht.
Wie viel Sie bei den Heizkosten sparen, hängt außerdem von der Effizienz der Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl), Ihrem Strompreis und den bisherigen Heizkosten ab. Eine pauschale Prozentzahl wäre unseriös – wir rechnen das für Ihr Haus konkret durch.
Förderung für die Wärmepumpe (Stand Oktober 2026)
Für den Heizungstausch in bestehenden Wohngebäuden gibt es den KfW-Zuschuss 458. Seit dem 21.07.2026 gelten: 30 % Grundförderung, für selbstnutzende Eigentümer ein Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % und je nach Einkommen ein Einkommensbonus. Insgesamt sind grundsätzlich höchstens 70 % möglich, bis zu 80 % nur bei niedrigem Haushaltseinkommen. Förderfähig sind für die erste Wohneinheit Kosten bis 28.000 €. Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Die PV-Anlage selbst wird über die KfW 458 nicht bezuschusst; für sie gelten 0 % Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG) und auf Wunsch der KfW-Kredit 270.
Abgestimmt geplant
Die Wärmepumpe plant und installiert unsere Schwestergesellschaft, die [Bavaria Heizungstechnik GmbH](https://www.bavaria-heizungstechnik.de) – ein Meisterbetrieb aus Unterschleißheim. Bavaria Solar übernimmt Photovoltaik, Speicher und die Anmeldungen beim Netzbetreiber. So werden beide Gewerke aufeinander abgestimmt. Mehr zu Ablauf und Förderung finden Sie auf unserer Seite Wärmepumpe.
*Quellen: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Faktencheck „Autark mit Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher – geht das?“ (Stand 03/2022, auf Basis HTW Berlin); KfW, Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458).*
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