Balkonkraftwerk oder Dachanlage?
Mini-Solaranlagen für den Balkon sind beliebt. Aber wann lohnt sich der Umstieg auf eine richtige Dachanlage?
Balkonkraftwerk im Überblick
- Leistung: max. 800 Watt am Wechselrichter, bis 2.000 Wp Modulleistung
- Kosten: laut Verbraucherzentrale ca. 200–300 € für ein Gerät mit zwei Modulen, zzgl. Halterung (ca. 50–100 € pro Modul)
- Ertrag: ein 400-Watt-Modul senkrecht am unverschatteten Südbalkon liefert laut Verbraucherzentrale etwa 280 kWh/Jahr
- Ersparnis: davon werden etwa 200 kWh selbst genutzt – rund 60 € pro Modul und Jahr (bei 30 ct/kWh)
- Amortisation: laut Verbraucherzentrale meist in drei bis fünf Jahren
- Anmeldung: nur im Marktstammdatenregister, die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt
- Förderung in München: Die Stadt fördert Stecker-Solar-Geräte über das FKG mit 0,40 € je Wp (bis 800 Wp, höchstens 50 % der Kosten); Antrag vor dem Kauf
Dachanlage im Überblick
- Leistung: 5-15+ kWp (12-34 Module)
- Kosten: 13.000-25.000€
- Ertrag: je nach Größe und Ausrichtung ca. 5.000-15.000 kWh/Jahr
- Vorteil pro Jahr: hängt vom Eigenverbrauch ab – nur selbst genutzter Strom spart den vollen Strompreis, der Rest wird mit der Einspeisevergütung bezahlt. In unserer Beispielrechnung (10 kWp, 4.500 kWh Verbrauch) sind es rund 1.050 € ohne und rund 1.400 € mit Speicher
- Rundum-Service: Anmeldung beim Netzbetreiber, Fertigmeldung und Marktstammdatenregister übernehmen wir für Sie
Für wen eignet sich was?
Balkonkraftwerk:
- Mieter ohne Dachzugang
- Kleine Wohnung mit geringem Verbrauch
- Zum Testen und Einstieg
Dachanlage:
- Eigenheimbesitzer
- Höherer Strombedarf (>3.000 kWh/Jahr)
- Maximale Unabhängigkeit gewünscht
- Langfristige Investition
Unser Tipp
Wenn Sie ein eigenes Dach haben, kann eine vollwertige PV-Anlage einen deutlich größeren Teil Ihres Stromverbrauchs decken als ein Balkonkraftwerk. Ob und wann sich die höhere Investition rechnet, hängt von Anlagenpreis, Eigenverbrauch und Strompreis ab – das rechnen wir im Angebot mit Ihren Werten durch.
*Quellen: Verbraucherzentrale, „Steckersolar: Solarstrom vom Balkon direkt in die Steckdose“ (Stand 24.07.2026); Landeshauptstadt München, „Förderung von Stecker-Solar-Geräten (Balkonkraftwerken) (FKG)“.*
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